Metall-Eimer oder Weltkriegsbombe?

Bombenverdacht in Datteln: Muss im Umfeld der Flotowstraße evakuiert werden?

Unter einer Garage an der Flotowstraße befindet sich ein metallischer Gegenstand. Muss im direkten Umfeld der Kinderklinik und des Seniorenzentrums nun eine Bombe entschärft werden?
Im Umkreis von 250 Metern um die Garage an der Flotowstraße müsste im Fall einer Bombenentschärfung evakuiert werden. Wenn es sich um eine größere Bombe handelt, könnte der Radius sogar größer ausfallen. © Stadt Datteln

Um herauszufinden, ob unter einer Garage an der Flotowstraße nur ein rostiger Eimer oder doch ein gefährlicher Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg liegt, wird der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg die Stelle am Samstag, 13. August 2022, vormittags aufgraben und untersuchen.

Sollte ein Blindgänger mit Zünder gefunden werden, der entschärft werden muss, müssen auf jeden Fall alle Anwohner ihre Wohnungen und Häuser verlassen, die in einem Radius von 250 Metern wohnen. Muss eine größere Bombe entschärft werden, kann sich der Radius noch auf 500 oder auch auf 1.000 Meter erhöhen.

Das Ordnungsamt und die Feuerwehr führen aktuell Gespräche mit dem Ida-Noll-Seniorenzentrum und der Vestischen Kinder- und Jugendklinik, die sich beide im näheren Umfeld befinden. Beide Häuser müssen mindestens teilweise geräumt werden.

Die Dauer einer möglichen Entschärfung inklusive Evakuierung der Anwohner lasse sich vorab nicht abschätzen, meldet die Stadt. Häufig können die Bürger nach zwei bis vier Stunden wieder in ihre Häuser und Wohnungen – unter Umständen kann sich das aber auch bis in die Abendstunden hinziehen.

Deshalb stellt die Stadtverwaltung Aufenthaltsräume für Anwohner bereit, die nicht die Möglichkeit haben, während einer möglichen Entschärfung zeitweise bei Verwandten, Freunden oder Bekannten unterzukommen.

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