Blindgänger

Bomben-Verdachtspunkt in Datteln untersucht: Beseitigungsdienst meldet Ergebnis

Im schlimmsten Fall mussten sich mehr als 2000 Dattelner am Montag (29.11) bereithalten, ihre Häuser für eine mögliche Entschärfung eines Blindgängers verlassen zu müssen.
Auf der Kreuzstraße ist vorsorglich der Kampfmittelsondierungsdienst vor Ort. In einem Garten wird nach einem möglichen Blindgänger gesucht. © Martin Pyplatz

Eine Wiese an der Kreuzstraße im Hötting stand am Montagvormittag im Fokus vieler Dattelner Bürger. Bei der Auswertung von Luftbildern sei festgestellt worden, dass sich dort ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg befinden könnte. Denn bei Sondierungsbohrungen sei man an der Stelle auf einen metallischen Gegenstand gestoßen, hatte die Stadt gemeldet – ein Fall für den Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Arnsberg.

Und dieser gab am frühen Montagvormittag Entwarnung: Unter der Wiese befindet sich keine Granate oder Weltkriegsbombe, sondern ein metallischer Ring, der zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht genauer identifiziert wurde. Eine Evakuierung der Anwohner bleibt dementsprechend aus.

Mehr als 2000 Dattelner hätten im Ernstfall evakuiert werden müssen

Wie die Stadt Datteln vermeldet hatte, hätten je nach Größe einer gefundenen Bombe hunderte bis tausende Dattelner evakuiert werden müssen: Bei einem kleineren Fund wäre ein Radius von 250 Metern festgelegt worden. Dabei hätten etwa 665 Personen aus dem betroffenen Gebiet evakuiert werden müssen. Bei einem größeren Fund hätten im Radius von 500 Metern sogar 2085 Personen das Gebiet verlassen müssen.

Die Stadt hatte für diesen Fall eine Unterkunft in der Realschule eingerichtet. Doch nach knapp dreistündigen Untersuchungen stand fest, dass diese nicht benötigt wird.

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