Mehr als sieben Jahre nach der Tat

Auto rammte Schaufenster: Neuer Prozess um Blitzeinbruch in Leihhaus

Ein spektakulärer Auto-Ramm-Einbruch in ein Dattelner Leihhaus im November 2013 beschäftigt erneut die Justiz. Sechs Täter wurden bereits verurteilt - nun steht ein siebter Mann vor Gericht.
Nach einem folgenschweren Brandanschlag in einem Recklinghäuser Altenheim ist ein Ex-Bewohner (52) zu drei Jahren Haft verurteilt worden. © Foto: dpa

Mehr als sieben Jahre nach einer Serie von mindestens sechs Beutezügen in Geschäften im Ruhrgebiet steht ein weiteres mutmaßliches Mitglied (32) einer Einbrecherbande seit Mittwoch in Bochum vor Gericht. Zweimal hatte die Bande auch in Datteln zugeschlagen.

In der Nacht auf den 17. Oktober 2013 sollen der Angeklagte und fünf Komplizen in eine Drogerie an der Hohen Straße eingestiegen sein. Die Eingangstür sollen die Männer durch wiederholtes Dagegenspringen zerstört haben. An Beute sollen die Einbrecher damals diverse Parfüms und Kosmetikartikel im Gesamtwert von fast 12.000 Euro eingesteckt haben.

Am 11. November 2013 soll die Bande mit einem zuvor gestohlenen VW Lupo die Schaufensterscheibe eines Pfandhauses an der Hohen Straße gerammt und dann drinnen groß abgeräumt haben. Als Beute listet die Anklage „diversen Schmuck im Gesamtwert von mindestens 80.000 Euro“ auf.

Die vier weiteren Tatorte der Einbruchsserie waren eine Lottoannahmestelle, ein Elektronikmarkt, ein Supermarkt und ein Bekleidungsgeschäft in Gelsenkirchen, Mülheim, Dorsten und Bochum. Gesamtbeute laut Anklage: rund 200.000 Euro.

Der Angeklagte legte zum Auftakt vor der 10. Strafkammer ein Geständnis ab. Der 32-Jährige sitzt seit März 2021 in U-Haft. Sechs Mitglieder der Einbrecherbande wurden vor Jahren bereits zu Haftstrafen von bis zu sechs Jahren verurteilt.

Der Abend in Datteln

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