Schule

668 Schüler müssen Datteln für den Unterricht verlassen

Während hunderte Dattelner Kinder und Jugendliche die Stadt für ihren Schulweg verlassen müssen, kommen nur 55 Schüler aus den umliegenden Städten zum Lernen in die Kanalstadt.
Hauptziel für Dattelner Schüler, die in andere Städte für den Unterricht pendeln müssen: Die Wolfhelm-Gesamtschule in Olfen. Seit drei Jahren gibt es auch einen Standort in Datteln. © Thomas Aschwer

2851 Kinder und Jugendliche gehen im noch laufenden Schuljahr 2020/21 in Datteln zur Schule. Das sind 44 Schüler mehr als noch im Jahr davor. Während an Realschule, Gymnasium und der auslaufenden Hauptschule Hachhausen 108 Schüler weniger angemeldet sind als im Schuljahr 2019/20, gibt es an der Wolfhelm-Gesamtschule mit 88 Schülern sowie an den Grundschulen mit 64 Schülern ein dickes Plus.

Die meisten Schüler pendeln zur Olfener Gesamtschule

Von den 668 Schülern, die Datteln für den Unterricht verlassen müssen, zieht es den Großteil von 171 Schülern nach Olfen. Zwar hat die Wolfhelm-Gesamtschule vor drei Jahren einen eigenen Standort in Datteln eröffnet und löste damit die auslaufende Hauptschule am Westring ab. Gesamtschüler, die nicht in die Stufen 5, 6 oder 7 gehen, mussten aber weiterhin in die Nachbarstadt über die Lippe pendeln. Ebenso wie Schüler, die dort die Oberstufe besuchen. Das wird auch der Fall sein, wenn die Gesamtschule in Datteln alle Jahrgänge von Stufe 5 bis 10 besetzt haben wird – zur Oberstufe muss weiter gependelt werden.

155 Schülern pendeln nach Oer-Erkenschwick, vorwiegend an die Hauptschule (51) und an die Förderschule (56). 139 Schüler zieht es in entgegengesetzter Richtung nach Waltrop. 68 von ihnen besuchen dort die Gesamtschule, 37 die Förderschule und 29 die Realschule. 102 Dattelner treten den etwas weiteren Weg nach Recklinghausen an. Die meisten von ihnen – 83 Schüler – gehen dort auf die Gesamtschule. Nach Castrop-Rauxel zieht es 67 Schüler, 52 davon gehen auf die Förderschule. 31 Schüler fahren nach Haltern, 30 davon zur Realschule.

Bezirksregierung erlaubt weitere Klasse an der Realschule nicht

Auspendler aus der Stadt wird es auch zum neuen Schuljahr bei den Fünftklässlern geben. So plante die Realschule, mit einer vierten Klasse in der Jahrgangsstufe an den Start zu gehen, um 14 Schülern den Weg in Nachbarstädte zu ersparen. Doch die Bezirksregierung Münster untersagte dieses Vorhaben. Dadurch könnten Schulstandorte in den Nachbarstädten geschwächt werden, hieß es. Dabei hatte die Realschule in vergangenen Jahren schon deutlich mehr Schüler aufgenommen: Waren es vor vier bis sechs Jahren noch rund 115 Schüler, sind es seitdem nur noch zwischen 66 und 77 Schüler gewesen.

Nur 55 Schüler pendeln zum Unterricht nach Datteln

Die Zahl der nach Datteln pendelnden Schüler ist derweil deutlich geringer: 55 Schüler kommen zum Unterricht in die Kanalstadt. Der Großteil mit 37 Schülern aus Oer-Erkenschwick. Hinzu kommen 13 Schüler aus Castrop-Rauxel, acht aus Olfen und jeweils zwei aus Recklinghausen und Waltrop.

Die Schulstatistik wird am Donnerstag in der Sitzung des Bildungs-, Sport- und Kulturausschusses der Politik vorgelegt. Zudem wird Realschulleiter Frank Bernhard einen mündlichen Bericht zur Begrenzung der Klassenzügigkeit von der Bezirksregierung vortragen.

Der Abend in Datteln

Täglich um 18:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.

Lesen Sie jetzt