EM 2020

Schweizer EM-Duell mit der Türkei: BVB-Profi Akanji äußert sich zur „Friseuraffäre“

BVB-Innenverteidiger Manuel Akanji erwartet mit der Schweiz ein „K.o.-Spiel“ gegen die Türkei. Für Aufregung sorgt immer noch die „Friseuraffäre“. Akanji rechtfertigt sich.
BVB-Innenverteidiger Manuel Akanji (r.) hat seinen Schweizer Mitspielern einen Friseurbesuch ermöglicht. © picture alliance/dpa/KEYSTONE

Die Schweizer Nationalmannschaft mit den BVB-Profis Manuel Akanji und Gregor Kobel trifft am Sonntag um 18 Uhr (Magenta TV) in Baku im Rahmen der EM 2020 auf die Türkei – und steht dabei mächtig unter Druck. Nach einem 1:1 gegen Wales und einer 0:3-Niederlage gegen Niederlage ist die Ausgangslage der „Nati“ nicht gerade komfortabel. „Es ist für uns wie ein K.o.-Spiel“, sagte Verteidiger Manuel Akanji. Der 25-Jährige von Borussia Dortmund ergänzte: „So müssen wir es auch angehen.“ Aber nicht nur sportlich gab es zuletzt Diskussionsbedarf im Lager der Eidgenossen.

BVB-Innenverteidiger Akanji äußert sich zur Schweizer „Friseuraffäre“

Eine „Friseuraffäre“ hielt den Boulevard auf Trab. Akanji hatte für seine Mitspieler einen Coiffeur einfliegen lassen und es wurden Zweifel an der Moral der Nationalspieler laut. Der BVB-Profi selbst äußerte sich nun zu dem Vorfall. „Natürlich wissen wir, dass an einem Turnier aus einem kleinen Detail eine riesige Geschichte entstehen kann“, sagte Akanji. „Große Teams wie England, Deutschland oder Italien haben ihren Coiffeur immer dabei, wir nicht, deshalb hatte ich nicht das Gefühl, etwas Falsches zu machen, als ich für die ganze Mannschaft einen Coiffeur eingeladen habe“, erklärte er. Und ob der Friseurbesuch tatsächlich etwas mit der dürftigen Punktausbeute zu tun hatte, sei mal dahingestellt. Der Ernst der Lage ist Akanji jedenfalls bewusst.

„Welches Auto wir fahren oder welche Frisur wir haben – das alles hat überhaupt nichts zu tun mit dem, was wir als Fußballer auf dem Platz zeigen“, sagte er und forderte eine Reaktion gegen die Türkei. „Das Gute ist, dass es sofort weitergeht“, meinte der BVB-Profi, „wir haben schon bewiesen, dass wir eine Reaktion zeigen können: Am Sonntag wollen wir uns das wieder beweisen.“ Auch wie das gehen soll, weiß der Innenverteidiger: „Wir müssen gemeinsam verteidigen, gemeinsam angreifen, und wir dürfen nicht vom Matchplan abweichen.“

Dann dürfte auch in der Schweiz niemand mehr über blonde Strähnchen sprechen.

Mit dpa-Material.

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