Borussia Dortmund

Öffentliches BVB-Training in Brackel: 550 Zuschauer und drei Rückkehrer

Die BVB-Fans kehren nach 18 Monaten Corona-Pause zurück nach Brackel. 550 Zuschauer sind beim Start der Gladbach-Vorbereitung dabei - und bekommen gleich drei Rückkehrer zu sehen.
Dan-Axel Zagadou absolvierte am Mittwoch wieder Teile des Mannschaftstrainings. © Groeger

Als Erster erscheint der Trainer, und Marco Rose ist es ein Bedürfniss, die 550 Fans auf der Tribüne des Jugendstadions persönlich zu begrüßen. „Genießt die Einheit“, ruft er den Fans zu, „schön, dass ihr da seid. Wir werden hart trainieren fürs Wochenende.“ Das gibt den ersten Applaus, ist es doch per se schon ungewöhnlich, dass ein Trainer sich zu Beginn einer Einheit zu den Fans begibt.

BVB-Torjäger Erling Haaland trainiert mit bester Laune

Rose hat noch ein paar Minuten Zeit. Bis alle Spieler auf dem Platz stehen, brauchen auch die Fans Geduld, die Mannschaft kommt direkt aus dem Kraftraum. 18 Monate konnte aufgrund der Corona-Pandemie keine Fan-öffentliche Einheit stattfinden, vor einigen Wochen musste das erste geplante Training aufgrund der Corona-Fälle von Thomas Meunier und Julian Brandt kurzfristig abgesagt werden – die Neugier, die Spieler endlich einmal wieder aus der Nähe zu sehen, hat für ein entsprechend hohes Aufkommen am Trainingszentrum gesorgt.

Rund 550 BVB-Fans verfolgten das öffentliche Training im Jugendstadion. © Groeger © Groeger

Klar, wer den langanhaltendsten und lautesten Applaus bekommt: Erling Haaland erspähen die Zuschauer schon aus der Ferne, er ist ja mit seiner bulligen Statur auch kaum zu übersehen. Der Norweger winkt freundlich und hat beste Laune. Wie eigentlich immer.

Zagadou, Coulibaly und Schulz sind zurück im BVB-Training

Es ist voll auf dem Platz, das liegt nicht nur an einigen Stammgästen aus der U19 und U23, die den Dortmunder Trainingskader regelmäßig verstärken. Erstmals nach langer Pause steht Dan-Axel Zagadou wieder auf dem Rasen, auch Neuzugang Soumaila Coulibaly läuft sich locker mit der Mannschaft ein und ist auch mit dabei, als auf engstem Raum Pass-Spiel und Präzision gefordert sind. Eine Übung, die die Konzentration auch unter hoher Belastung fördern soll.

Hat seinen Kreuzbandriss auskuriert: BVB-Neuzugang Soumaila Coulibaly. © Groeger © Groeger

Auf einem der Nebenplätze absolviert auch Emre Can seine ersten Gehversuche als Teil der Reha nach seinem Muskelfaserriss. Noch ist der Nationalspieler nicht bereit für ein Teamtraining, da ist Nico Schulz einen deutlichen Schritt weiter. Etwas überraschend macht der Linksverteidiger das Programm komplett mit – und könnte bei weiter gutem Verlauf damit sogar ein Kader-Kandidat für Samstag sein. Dass Gregor Kobel nicht zu sehen ist, hat keinen Verletzungsgrund, teilt der Klub auf Anfrage mit. Kobel bekommt eine kleine Pause.

BVB-Neuzugang Donyell Malen präsentiert sich spielfreudig

In der mittwochs üblichen Spielform im Elf gegen Elf wird die Intensität dann deutlich erhöht. Auffällig die Spielfreude von Donyell Malen, den Rose kürzlich auch öffentlich stark in die Pflicht genommen hat. Auffällig auch, dass sich Rose in den Pausen intensiv mit einzelnen Spielern über bestimmte Bewegungen und Auslösehandlungen unterhält und die Spielform auch mittendrin immer wieder für kurze Erklärungen unterbricht.

Emre Can ist nach seinem Muskelfaserriss wieder ins Lauftraining eingestiegen. © Groeger © Groeger

Knapp 80 Minuten dauert die Einheit, auch zum Ende gibt es viel Applaus für die Spieler. Und natürlich lässt es sich Haaland nicht nehmen, sich am Ende noch einmal explizit vor der Tribüne zu zeigen. Etliche Autogrammjäger bekommen noch ihre sehnlichst erwartete Unterschrift.