Borussia Dortmund

Meunier glaubt nicht an Vertragsverlängerung Witsels beim BVB – und nennt Gründe

Axel Witsel wird seinen Vertrag bei Borussia Dortmund nicht verlängern. Das denkt auch Nationalmannschaftskollege Thomas Meunier. Der Rechtsverteidiger des BVB nennt Gründe.
Thomas Meunier (l.) und Axel Witsel spielen gemeinsam für Borussia Dortmund und in der belgischen Nationalmannschaft. © imago images/RHR-Foto

Bei Borussia Dortmund ist Axel Witsel längst nicht mehr die unangefochtene Stammkraft, die er noch unter Ex-Coach Lucien Favre war. Sein Spiel passt mitunter nicht zum modernen Fußball unter Marco Rose. Der Vertrag des Belgiers läuft in diesem Sommer aus und eine Verlängerung wird es nicht geben. Nun äußerte sich Nationalmannschaftskollege Thomas Meunier zu der Thematik und führte weitere Gründe auf.

BVB-Profi Thomas Meunier über Axel Witsel: „Er ist nicht traurig“

„Er ist nicht traurig, er kennt die Situation“, sagte Meunier dem belgischen Nachrichtenportal rtbf.be. Der BVB-Rechtsverteidiger äußerte sich auch zur Professionalität, mit der Witsel seine Rolle im aktuellen Kader von Borussia Dortmund annimmt. „Er ist sehr gewissenhaft, trainiert jeden Tag und spielt trotzdem noch Spiele. Er ist immer noch Teil der Gruppe und wird nicht beiseite geschoben“, erklärte Meunier. Einen Abgang von Witsel im Sommer sieht er dennoch als ziemlich sicher an.

„Natürlich diskutieren wir untereinander über seine Situation. Axel ist sich bewusst, dass er jetzt 33 Jahre alt ist und dass es Typen wie Jude Bellingham, Mahmoud Dahoud oder Emre Can gibt, die auf der gleichen Position wie er spielen, die viel jünger sind und eher die Zukunft des Vereins repräsentieren“, meinte Meunier.

Axel Witsel ist längst keine BVB-Stammkraft mehr

In den laufenden Wettbewerben kam Witsel zwar zu diversen Einsätzen beim BVB – auch über die volle Distanz. Meist aber aus der Not heraus, weil der Verletztenstand bei den Schwarzgelben phasenweise extrem hoch war. Sind seine Konkurrenten fit, verdrängen sie den Belgier schnell wieder auf die Bank.

Axel Witsel weist zwar zum Teil bessere Werte als Mo Dahoud auf, geht aber auch seltener ins Risiko – und passt eigentlich nicht mehr zum BVB-Fußball. © deltatre

BVB-Coach Marco Rose hat zudem ein Überangebot im Mittelfeld und kann auf der Sechserposition in seinem bevorzugten System eben nur einen Spieler einsetzen. Zuletzt spielte sich Mahmoud Dahoud fest, überzeugte mit einem schnellen Umschaltspiel und gefährlichen Pässen. Der stets auf Sicherheit bedachte Witsel ist schlichtweg ein anderer Spielertyp und wirkte mit der aggressiveren Spielweise des BVB unter Rose zum Teil sogar leicht überfordert. „Aus all diesen Gründen erscheint es mir kompliziert, dass Witsel hier in Dortmund verlängert“, erklärte Meunier.

Wechselt Witsel vom BVB zu Standard Lüttich? „Wir konnten darüber nur lachen!“

Dass Witsel derweil schon einen neuen Verein gefunden haben soll, konnte Meunier nicht bestätigen. Ein Wechsel zu Standard Lüttich stand angeblich im Raum. „Wir konnten darüber nur lachen“, sagte der belgische Nationalspieler. Er denkt aber, dass Witsel nach seinem Engagement bei Borussia Dortmund schnell eine neue Anstellung findet. „Mit 33 Jahren ist, finde ich, Axel immer noch ein guter Fang und ich denke, dass die Tatsache, dass er Dortmund ablösefrei verlassen kann, ihm Türen öffnen wird“, so Meunier. Und auch eine grobe Richtung steht fest: „Im Moment möchte er noch in ambitionierten Mannschaften Fußball spielen, die noch den Unterschied im Europapokal machen können.“

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