Borussia Dortmund

Frische Millionen: BVB hat Kapitalerhöhung erfolgreich abgeschlossen

Die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA hat die im September bekannt gegebene Bezugsrechtskapitalerhöhung erfolgreich abgeschlossen und vollständig platziert. Das bringt dem BVB frische Millionen.
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Schritt für Schritt kommen die Zuschauer wieder zurück in den Signal Iduna Park, gegen Mainz 05 könnte der BVB am 16. Oktober erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie vor mehr als 67.000 Fans spielen. Das ist für Borussia Dortmund ein wichtiger Schritt – vor allem aus wirtschaftlicher Sicht. Denn eine Saison ohne Zuschauer und weiteren extremen Einnahmeverlusten hat beim BVB finanziell Spuren hinterlassen. Nun gibt es für den BVB aber frische Millionen.

Borussia Dortmund hat Kapitalerhöhung vollständig platziert

Bereits am 16. September hatte die Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA per Ad-hoc-Mitteilung verkündet, eine Kapitalerhöhung unter Ausnutzung des bestehenden genehmigten Kapitals beschlossen zu haben. Nun ist die bekannt gegebene Bezugsrechtskapitalerhöhung erfolgreich abgeschlossen und vollständig platziert worden. Durch diese Erhöhung ergibt sich für Borussia Dortmund ein Bruttoerlös von rund 86,5 Millionen Euro. Das Grundkapital der Gesellschaft wird von 92 Millionen Euro auf 110,4 Millionen Euro gegen Bareinlagen erhöht.

Insgesamt wurden 18.396.220 neue Aktien zu einem Bezugspreis von 4,70 Euro angeboten. Das Bezugsverhältnis lag bei 5:1. Das bedeutet, dass fünf bestehende Aktien zum Bezug einer neuen Aktie zum Bezugspreis berechtigen. 91,6 % aller Bezugsrechte wurden ausgeübt. Die neuen Aktien, für die keine Bezugsrechte ausgeübt wurden, wurden an eine kleine Gruppe von Investoren, einschließlich der Verpflichtungsaktionäre, zugeteilt.

BVB-Kapitalerhöhung: Eintragung in den Handelsregister fehlt noch

Damit die Kapitalerhöhung auch wirksam wird, bedarf es noch der Eintragung in das Handelsregister. Dieser Schritt soll in Kürze vollzogen werden. Die neuen Aktien werden voraussichtlich am 7. Oktober zum Handel zugelassen und voraussichtlich einen Tag später in die bestehende Notierung im Teilbereich des regulierten Marktes mit weiteren Zulassungsfolgepflichten (Prime Standard) an der Frankfurter Wertpapierbörse einbezogen werden.

„Diese Kapitalerhöhung stellt einen wesentlichen Meilenstein von Borussia Dortmund zur Überwindung der bisherigen wirtschaftlichen Lasten der Pandemie dar. Wir streben an, den Erlös aus der Kapitalerhöhung primär zur Rückzahlung von Finanzverbindlichkeiten sowie als Ausgleich für etwaige Verluste zu nutzen, die sich aus Auswirkungen von derzeit unerwarteten weiteren COVID-19-bezogenen Maßnahmen oder Restriktionen auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft und Schwankungen der Liquidität während des laufenden Geschäftsjahres noch ergeben können“, betonte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke nach Bekanntgabe der Kapitalerhöhung.

Nach der Tilgung von Schulden – die Verbindlichkeiten sollen knapp 70 Millionen Euro betragen – strebt der Klub auch an, einen Teil der Erlöse aus der Kapitalerhöhung in die sportliche Substanz des Profikaders zu investieren.