Borussia Dortmund

BVB-Stürmer Youssoufa Moukoko: Neue Rekorde, neuerliche Tipps

Jüngster U21-Spieler, jüngster U21-Torschütze: BVB-Stürmer Youssoufa Moukoko stellt auch im DFB-Trikot neue Rekorde auf. Seine Trainer Stefan Kuntz und Marco Rose mahnen jedoch.
Sorgt auch beim DFB für neue Rekord: BVB-Youngster Youssoufa Moukoko. © imago / Kirchner-Media

Knapp eine Million Fans folgen Youssoufa Moukoko bei Instagram, viele davon schickten ihm ein „Like“ für den Beitrag, der am Donnerstagabend online ging. Ein Foto des 16-Jährigen im schwarzen Auswärtsdress der deutschen U21, mit dem linken Fuß schiebt der Dortmunder den Ball über die Linie. „Glücklich über mein U21-Debüt“, schreibt Moukoko, vergleichsweise bescheiden. Denn er hat wieder einmal neue Bestmarken aufgestellt.

Mit 16 Jahren und 286 Tagen ist Moukoko nicht nur jüngster deutscher U21-Nationalspieler, sondern auch jüngster deutscher Torschütze in dieser Altersklasse. Zwei Treffer steuerte der Stürmer zum 6:1 (5:0) der DFB-Elf in San Marino bei. Debüt und Doppeltorschütze: Klar, dass sofort Fragen zum vermeintlichen Wunderkind auftauchten.

U21-Trainer Stefan Kuntz: „Zu viel Theater um Moukoko“

U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz nutzte den Moment, um erneut vor zu hohen Erwartungen an das Ausnahmetalent zu warnen. „Für meine Begriffe wird zu viel Theater drumherum gemacht“, sagte der Coach im TV-Sender „ProSieben Maxx“. „Der Junge muss sich auch entwickeln“, sagte Kuntz.

Moukoko befinde sich nach seinem Debüt in der Bundesliga für Borussia Dortmund im November vergangenen Jahres in einer „schwierigen Phase“, weil die Gegenspieler nun auf einem anderen Niveau seien als zuvor in der Jugend, sagte der frühere Nationalspieler Kuntz.

Schwere Verletzung bremst BVB-Youngster Youssoufa Moukoko

Im BVB-Trikot sammelte Moukoko, auch wegen einer komplizierten Verletzung am Sprunggelenk (Riss der Syndesmose) in 2021 nur wenig Spielminuten, auch in die Saisonvorbereitung stieg er mit Verspätung ein. Vier Kurzeinsätze in der Liga und im DFB-Pokal, dazu ein Startelf-Mandat im Supercup – doch ihm fehlte offensichtlich noch der Spielrhythmus. Der Ausflug zur DFB-Auswahl hat sich daher schon jetzt gelohnt: „Man hat gemerkt, dass er das Erfolgserlebnis gebraucht und gesucht hat“, sagte Kuntz.

BVB-Trainer Marco Rose (l.) sagt über Youssoufa Moukoko: „Er muss sich alle Einsätze hart erarbeiten.“ © imago / Team 2 © imago / Team 2

Nach wie vor sei es schwiereig, die Perspektiven von Moukoko zu prognostizieren. Er sei sehr weit für sein Alter. Aber wohin das führe, wisse keiner. „Das heißt ja nicht, dass der Junge jetzt fertig ist mit seiner Entwicklung“, urteilte Kuntz. „Man muss die Jungs auch reifen lassen, das braucht alles Zeit“, forderte der 58-Jährige. Das hob auch Moukoko selbst hervor, der an „viele Höhen und auch Tiefen“ im vergangenen Jahr erinnerte. „Wirklich etwas erreicht habe ich damit aber noch nicht. Mein Weg beginnt gerade erst und ist lange noch nicht zu Ende“, sagte der Stürmer auf „dfb.de“.

BVB-Trainer Marco Rose über Moukoko: „Vergisst, wie jung er ist“

Sein Klubtrainer Marco Rose denkt da sehr ähnlich, wobei der Konkurrenzkampf und Ergebnisdruck beim BVB noch größer ist. Moukoko muss sich ranhalten. „Es ist wichtig, dass wir den Jungen reinhauen, ihm die Möglichkeit geben, sich zu zeigen und zu entwickeln“, sagte Rose nach dem Supercup und bat darum, den Ball flach zu halten: „Man vergisst dann oft, wie jung er ist.“

Aus dem Dortmunder Jungen sei zwar „ein junger Mann“ geworden, „seine Dynamik und seine Qualitäten“ seien sehr wohl zu sehen, „das wollen wir fördern“ sagt Rose über den Youngster. Das Leistungsprinzip kennt jedoch in beide Richtungen keine Altersgrenze. „Auch Mouki muss sich alle Einsätze hart erarbeiten.“ Das nächste Pflichtspiel des DFB-Nachwuchses folgt am kommenden Dienstag (18.15 Uhr) in Lettland. Mit den Erfolgserlebnissen in der U21 kehrt der junge Angreifer sicher gestärkt nach Dortmund zurück.

Mit dpa-Material

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