Borussia Dortmund

BVB-Rückkehrer Edin Terzic: „Das kam schon überraschend“

Edin Terzic will Borussia Dortmund zurück in die Erfolgsspur führen. Nach seinem ersten BVB-Training am Mittwoch sprach der 39-Jährige über seine Rückkehr, Ziele und den Kader.
Edin Terzic während einer Medienrunde.
Verfolgt mit dem BVB große Ziele: Edin Terzic. © Groeger

Nach gut einem Jahr stehen Sie wieder mit einer Mannschaft auf dem Rasen. Wie hat sich das angefühlt, wie waren die ersten Gespräche mit den Spielern?

Wir sind ja seit Montag zusammen, ich habe vorher schon seit fast einem Monat viele Gespräche geführt. Es ist dann schön, wenn es endlich auch wieder auf dem Platz losgeht, wenn alle Vorbereitungen abgeschlossen sind und man den Ball und den Rasen spürt.

Waren Sie sehr überrascht über die Entwicklung zurück auf die Trainerbank?

Ich habe ja im Nachgang der Interimszeit gesagt, dass ich mich eines Tages wieder als Trainer sehe. Dass es Borussia Dortmund wird, dass es im Jahr 2022 schon wieder sein wird, das kam schon überraschend. Am Ende ging es sehr schnell.



Die Nationalspieler fehlen noch. Was werden die Schwerpunkte der ersten Woche und dann der restlichen Vorbereitung sein?

Wie immer gilt es, eine Basis zu schaffen. Und Ihr alle wisst, dass diese Saison mit dem Break im November eine große Herausforderung darstellt und es ab September nur noch im Drei-Tages-Rhythmus geht. Wir werden im Juli und auch im August jeden Tag nutzen, um uns darauf vorzubereiten.

Ihre erste Zeit war von Geisterspielen geprägt. Wie war das Gefühl, vor 1300 Fans zu arbeiten und dann gefühlt 1300 Autogramme schreiben zu müssen?
Es hat sich gut angefühlt, es ist ein ganz besonderer Tag für mich. Aber noch besonderer war er für Mateu Morey, da sind wir total glücklich, dass er mit uns auf dem Platz stehen konnte. Diese Geschichten machen einen total glücklich. Er war im Krankenhaus, er war ewig in der Reha, und heute stand er endlich wieder auf dem Rasen.



Die Fans sind zurück, bedeutet das für Sie eine besondere Verpflichtung, sie glücklich zu machen. Vielleicht ja sogar mit dem Meistertitel?

Verpfllichtung ist ein hartes Wort, ich würde Verantwortung sagen. Wir wollen die Fans glücklich machen, und das immer regelmäßiger, wenn möglich im Drei-Tages-Rhythmus. Und irgendwann vielleicht das ganz große Ding feiern. Aber das ist ein netter Versuch, da werde ich mich heute nicht zu äußern, was nächstes Jahr im Mai stattfindet. Wir müssen eine Grundlage schaffen und uns inhaltlich an ganz viele Dinge heranarbeiten. Damit haben wir sehr viel zu tun.

Der Verein hat einige Verpflichtungen getätigt, es gibt aber auch offene Personalien, bei denen man auf Ihren Einfluss hofft. Stichwort Vertragsverlängerung mit Youssoufa Moukoko…

Er stand heute mit uns hier auf dem Platz. Und er hat einen tollen Weg bei Borussia Dortmund eingeschlagen. Wir sind natürlich sehr interessiert daran, dass er ihn hier weitergeht.

Welche Art Fußball möchten Sie spielen lassen, vielleicht wieder zurück zum Vollgasfußball?
Erst einmal wollen wir guten Fußball sehen, dahin gibt es ganz viele Wege. Ich bleibe dabei, Fußball ist ein Spieler-Spiel. Wir werden versuchen, das Maximum aus den Jungs herauszuholen, alle Stärken auf den Platz zu bringen, alle Schwächen zu verstecken, wenn es darauf ankommt. Ihr werdet 18 Trainern diese Frage stellen, am Ende wird einer oben stehen, zwei werden aber auch sicher absteigen. Alle hatten eine gute Idee, aber dann kam irgendwann der Alltag dazwischen. Wir wollen in der Lage sein, auf alle Momente im Spiel gut vorbereitet zu sein.

Wird ein Schwerpunkt der Vorbereitung sein, die Gegentorflut einzudämmen?

In der Woche wollen wir an den Schwächen arbeiten, am Spieltag wollen wir sie verstecken, damit sie nicht zum Tragen zu kommen. Es gibt ein paar Punkte, die uns begleitet haben, es gibt ein paar Punkte, die wir verbessern wollen. Da gilt es weiterzumachen.

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