Borussia Dortmund

BVB gegen Ajax Amsterdam: Pyro und Scharmützel – Polizei zieht Bilanz

Die Partie zwischen Borussia Dortmund und Ajax Amsterdam läuft weitestgehend friedlich ab. Nach der BVB-Niederlage kommt es zu einzelnen Scharmützeln. Die Polizei zieht Bilanz.
Fans von Ajax Amsterdam zünden Pyrotechnik vor dem Dortmunder Stadion. © Hoffmann

Die Champions-League-Partie zwischen Borussia Dortmund und Ajax Amsterdam (1:3) war schon früh als „Hochrisikospiel“ deklariert worden – die Anreise zum Stadion verlief am Mittwochabend aber weitestgehend friedlich ab. Und auch ein Aufeinandertreffen der rivalisierenden Fangruppen konnte die Dortmunder Polizei unterbinden. Kurz vor Spielbeginn drohte die Stimmung allerdings zu kippen – doch die Polizei reagierte schnell.

BVB gegen Amsterdam: Ultra-Gruppen werden getrennt

Die circa 250 Anhänger große organisierte BVB-Fanszene wurde über den Eingang „Luftbad“ ins Dortmunder Stadion geleitet. Die größte Befürchtung der Sicherheitskräfte, ein Aufeinandertreffen der Fangruppen, wurde somit verhindert. Die Gäste selbst verhielten sich zudem weitestgehend friedlich. Mit einer Ausnahme.

Gegen 17.45 Uhr starteten mehrere Tausend Ajax-Anhänger einen Fanmarsch in Richtung Signal Iduna Park und zündeten immer wieder Pyrotechnik. Gegen 19 Uhr erreichte der von vielen Polizeikräften flankierte Marsch das Stadion. Ursprünglich sollten die Ajax-Fans in kleineren Gruppen zum Eingang geführt werden. Daraus wurde allerdings nichts. Der gesamte Pulk sammelte sich auf dem Stadionvorplatz und drängte Richtung Einlasskontrolle. Die Gästefans brannten weitere Feuerwerkskörper ab. Nach Angaben der Polizei kam es zu vereinzelten Flaschenwürfen. Die Polizei setzte Pfefferspray ein, die Lage beruhigte sich wieder schnell.

Borussia Dortmund gegen Ajax Amsterdam: Kleine Scharmützel nach dem Abpfiff

Direkt nach Abpfiff kam es dann zu Scharmützeln einzelner Fans vorm Stadion – die Polizei schritt ein. Polizeidirektor Udo Tönjann zog trotzdem ein positives Fazit: „Die sehr große Mehrheit der Fans interessierte sich ausschließlich für das Fußballspiel. Diese Fans konnten nach einem sicheren Stadionerlebnis die Heimreise antreten. Bei Hochrisikospielen ist immer auch mit gewalttätigen Auseinandersetzungen zu rechnen – ein Aufeinandertreffen von rivalisierenden Fans konnten wir jedoch mit einer starken Präsenz in der Innenstadt und im Stadionbereich verhindern. Die mehrwöchige Vorbereitung des Einsatzes, die ausreichend hohe Zahl an Einsatzkräften und die enge Zusammenarbeit mit anderen Behörden sorgten am Ende dafür, dass es nicht zu Gewalttaten unter rivalisierenden Fans kam.“ Die Polizei leitete zudem diverse Strafverfahren ein.

Bereits während der Anreisephase hatten die Einsatzkräfte der Bundespolizeiinspektion Kleve mehrere Kontrollstellen eingerichtet. Dort überprüften sie stichprobenartig rund 300 Fahrzeuge und stellten insgesamt 47 pyrotechnische Gegenstände wie Bengalos, Böller und Rauchfackeln fest. „Herausragend war hierbei, dass diese Pyrotechnik zum Teil in der Autoverkleidung versteckt worden ist. Neben Betäubungsmitteln, Springmessern und Schutzbewaffnung wurde außerdem eine Softairwaffe mit einer größeren Menge an Munition festgestellt“, teilte die Polizei mit.

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