Europameisterschaft

Acht BVB-Profis im EM-Viertelfinale: Nur zwei Vereine stellen mehr Spieler

Acht BVB-Profis stehen im EM-Viertelfinale. Von den 14 Bayern-Profis dagegen kein einziger. Und nur zwei Vereine stellen noch mehr Spieler in der Runde der letzten acht als die Borussia.
Thorgan Hazard (r.) freut sich über seinen 1:0-Treffer gegen Portugal. Mit ihm jubeln BVB-Kollege Axel Witsel (l.) und sein Bruder Eden. © dpa

Noch acht Nationen kämpfen um den Europameisterschafts-Titel. Mittendrin sind dabei auch noch acht BVB-Spieler. Damit stellt die Borussia im Vergleich zu anderen Vereinen fast die meisten Nationalspieler im Viertelfinale.

Drei BVB-Profis sind im EM-Achtelfinale ausgeschieden

Elf Borussen haben an der EM-Endrunde teilgenommen, alle haben mit ihren Nationalmannschaften die Gruppenphase überstanden. Nach der ersten K.o.-Runde sind nun drei BVB-Profis nicht mehr dabei. Mit Mats Hummels und Emre Can schieden die beiden Deutschen nach dem 0:2 gegen England aus. Auch der Portugiese Raphael Guerreiro darf nach dem 0:1 gegen Belgien in den Urlaub, bevor für ihn und die anderen beiden die Vorbereitung beim BVB startet.

Acht Borussen haben weiterhin die Chance, den Titel zu holen. Nur zwei Vereine stellen noch mehr Spieler als die Borussia im Viertelfinale. Der FC Chelsea ist wie Dortmund mit acht Nationalspielern vertreten, Manchester City mit neun. Dynamo Kiew ist mit nochmal einem Profi mehr im Turnier vertreten, bei allen zehn Akteuren handelt es sich aber um Ukrainer. Überraschend: Alle 14 Bayern-Spieler sind schon ausgeschieden.

Übersicht: Die BVB-Profis im EM-Viertelfinale

Manuel Akanji, Gregor Kobel (Schweiz):
Die beiden Schweizer sorgten mit der „Nati“ für wohl die größte Überraschung im Achtelfinale. Im Elfmeterschießen setzte sich die Schweiz mit 5:4 (3:3 nach Verlängerung) gegen Weltmeister Frankreich durch.

Für Akanji, der bisher in jedem Spiel über die volle Distanz auf dem Feld stand, und Ersatz-Torhüter Kobel, der noch keine Minute spielte, geht es im Viertelfinale gegen Spanien (Freitag, 18 Uhr). Spanien setzte sich mit 5:3 nach Verlängerung gegen Kroatien durch. Beflügelt durch die Sensation gegen Frankreich, ist den Schweizern auch gegen Spanien einen Überraschungserfolg zuzutrauen.

Thorgan Hazard, Thomas Meunier, Axel Witsel (Belgien):

Die drei belgischen Nationalspieler des BVB konnten sich durch ein 1:0 gegen den amtierenden Europameister Portugal fürs Viertelfinale qualifizieren. Thorgan Hazard war mit seinem Treffer der Matchwinner, Meunier und Witsel standen 90 Minuten auf dem Feld.

In der Runde der letzten Acht wartet mit Italien (Freitag, 21 Uhr) aber einer der Turnierfavoriten, der bislang nur ein Gegentor im Turnier kassierte (beim 2:1 nach Verlängerung im Achtelfinale gegen Österreich). Trotzdem ist Belgien definitiv nicht chancenlos gegen die „Sqaudra Azzurra“.

Thomas Delaney (Dänemark):
Im Duell der Außenseiter trifft Thomas Delaney mit Dänemark auf Tschechien (Samstag, 18 Uhr). Die Dänen sollten die Tschechen, die mit 2:0 gegen die Niederlande gewannen, aber nicht unterschätzen. Dänemark muss sich nach dem 4:0 gegen Wales, bei dem Delaney in der ersten Elf stand, aber auch nicht verstecken. Die Chancen auf das Halbfinale stehen also gut.

Jude Bellingham und Jadon Sancho (England):

Die beiden Engländer Jude Bellingham und Jadon Sancho gehören nach dem Sieg gegen Deutschland durch den leichteren Turnierbaum zu den Favoriten auf das Finale. Im Viertelfinale wartet aber erst die Ukraine (Samstag, 21 Uhr) auf die „Three Lions“, die sich mit 2:1 nach Verlängerung gegen Schweden durchsetzte. Im Halbfinale würde dann der Sieger aus Tschechien gegen Dänemark warten.

Sollte BVB-Youngster Jude Bellingham gegen die Ukraine zum Einsatz kommen, wäre der 18-Jährige der jüngste Spieler einer K.o.-Phase bei einer Europameisterschaft aller Zeiten.

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