EVK Lütgendortmund und Bethanien: Zwei Dortmunder Krankenhäuser stehen zum Verkauf

DORTMUND Die beiden evangelischen Krankenhäuser in Dortmund stehen nach nur zwei Jahren wieder zum Verkauf an. Erst 2012 hatte die Evangelische Stiftung Volmarstein das EVK Lütgendortmund und das Bethanien-Krankenhaus in Hörde übernommen. Das Defizit der Krankenhäuser ist groß.

  • Bethanien-Krankenhaus-5492_2.jpg

    Das Evangelisches Krankenhaus Bethanien in Hörde. Foto: Foto: Dieter Menne

Zusammen wiesen die Kliniken 2012 ein Defizit von 2,8 Millionen Euro aus. Im vergangenen Jahr konnte die Insolvenz nur abgewendet werden, weil die Stiftung auf die Rückzahlung eines Gesellschafter-Darlehens verzichtete. Nach Informationen unserer Redaktion sollen die Schulden aus lang- und kurzfristigen Darlehen bei 5 Millionen Euro liegen.

Mitarbeiter noch nicht informiert

Stiftungs-Vorstand Markus Bachmann ließ auf Anfrage mitteilen, man befinde sich in einem umfangreichen Sanierungsprozess, alle Optionen würden geprüft. Die insgesamt 600 Mitarbeiter wurden über die Verkaufsabsichten noch nicht informiert.

Seit Wochenanfang sollen sich interessierte Krankenhausbetreiber, darunter auch private Unternehmen, in den Häusern umsehen. Zuletzt war das Bethanien-Krankenhaus immer tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Das Defizit lag dort 2013 bei 1,8 Millionen Euro, 1 Million mehr als 2011.