Silvester-Unglück: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen Dortmunder

DATTELN Die Bochumer Staatsanwaltschaft erhebt Anklage gegen einen Dortmunder (50), der für das Silvester-Unglück im Jammertal, bei dem vor einem Jahr 24 Menschen zum Teil schwer verletzt wurden, verantwortlich sein soll. Der Mann hatte eine Feuerwerksbatterie gezündet, die umstürzte. Daraufhin schossen die Raketen in die Menge.

  • Bei dem Unglück am Landhotel Jammertal wurden in der Silvesternacht 24 Menschen teilweise schwer verletzt. Foto: Marcel Kusch

Wie die Bochumer Staatsanwaltschaft und die Polizei in einer gemeinsamen Presseerklärung mitteilen, werde nun nach umfangreichen Ermittlungen - die Ermittler hatten zahlreiche Zeugen vernommen, Mobiltelefondaten ausgewertet und Spürhunde eingesetzt - Anklage vor dem Landgericht Bochum erhoben.

Der Tatverdächtige, ein Familienvater aus Dortmund, ist nach Ansicht der Staatsanwaltschaft verdächtig, "sich der fahrlässigen Körperverletzung, des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion sowie des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz strafbar gemacht zu haben."

Dem 50-Jährigen wird vorgeworfen, kurz nach Anbruch des neuen Jahres bei der Silvester-Feier vor dem Hotel-Foyer im Jammertal eine illegale Feuerwerksbatterie gezündet zu haben, die daraufhin umstürzte. Die Raketen schossen in die Besuchermasse und verletzten insgesamt 24 Menschen.

Eine damals 24-jährige Mitarbeiterin des Hotels wurde so schwer verletzt, dass ihr der Unterschenkel amputiert werden musste. Die Hotel-Leitung hatte der jungen Frau kurz darauf eine 100-prozentige Beschäftigungsgarantie versprochen.

Im Falle einer Verurteilung sieht das Gesetz eine Freiheitsstrafe von mindestens zwei Jahren vor.
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