Kanalbaustelle: Kanalbaustelle wird deutlich teurer

DATTELN Die Dauerbaustelle auf der B 235 wird deutlich teurer als geplant. Die Kostensteigerung beläuft sich inzwischen auf 1,47 Mio. Euro.

  • Diverse Probleme an der Kanalbaustelle der B 235 haben zu einer deutlichen Kostensteigerung geführt. Foto: ANDREAS KALTHOFF

Die Dauerbaustelle auf der B 235 ist nicht nur ein Ärgernis für die Autofahrer. Sie wird auch deutlich teurer als geplant. Schon im letzten Jahr gab es für die Baufirma einen Nachschlag in Höhe von knapp 450.000 Euro. Im nichtöffentlichen Teil des Ausschusses für Stadtentwicklung am Mittwoch legte die Stadtverwaltung die aktuellen Zahlen auf den Tisch. Demnach gibt es eine weitere Kostensteigerung von gut einer Mio. Euro. Somit beläuft sich der finanzielle Mehraufwand inzwischen auf 1,47 Mio. Euro. Das entspricht einer Steigerung von mehr als 40 Prozent der prognostizierten Baukosten. Zu zahlen hat das der Bürger über die Entwässerungsgebühr.

Die Gründe für diese unerfreuliche Entwicklung sind vielschichtig, denn die Wanderbaustelle, bei der die Stadt die Kanalisation in der B 235 erneuert, birgt seit Baustart einige unliebsame Überraschungen.

Eine davon ist das Thema Kampfmittel aus dem 2. Weltkrieg. Da für den vierten Bauabschnitt keine verwertbaren Messergebnisse in Sachen Blindgänger vorlagen, musste sich die Baufirma größtenteils in Handschachtung mit zusätzlichem Sicherungspersonal vorarbeiten, das zusätzlich bezahlt werden musste.

Weil der Untergrund des Gehwegs neben der Baustelle nachgab und sich setzte, musste das Gehwegpflaster komplett aufgenommen und neu verlegt werden.

Zusätzliche Kosten verursachte zudem die Beseitigung von alten Fundamenten im Boden, mit denen niemand gerechnet hatte. Auch das in die Baugrube laufende Drainagewasser aus dem alten Kanalrohr sorgte für eine Kostenerhöhung, weil dieses Wasser nur mit zusätzlichen Pumpen beherrschbar war.
3 KOMMENTARE
13.04.19 21:27

Frage

von iceman99

Da musste die Baufirma mit zusätzlichen Leuten Handschachtungen durchführen und dass mit mehr Sicherungspersonal.
Frage: Warum hat der Untergrund des Gehweges neben der Baustelle nachgegeben und dadurch, dass Gehwegpflaster aufgenommen und neu verlegt werden müssen?
Wie kann es sein dass zusätzliches Sicherungspersonal nicht in der Lage, war die Baugrube zu sichern und zu verbauen, dass solche Gefahrenbereiche gerade nicht auftreten?
Wissen diese Leute nicht das man durch so einen Fusch, mit seinem Leben spielt?
Ende vom Lied, der Bürger wird mal wieder kräftig zur Kasse gebeten.

11.04.19 23:54

Da freut man sich doch ...

von baumklopfer

auf die Erschließung der geplanten NewPark Fläche.
Auch hier wird der Dattelner Bürger für die (unkalkulierbaren) Kosten einer Installation für die Entwässerung, den Straßenbau, Kompensationsmaßnahmen etc. zur Kasse gebeten, bevor überhaupt ein Gebäude errichtet worden ist.. Dass lässt den Stadtrat aber kalt, schließlich muss der Bürger das Risiko einer Fehlinvestition tragen.

11.04.19 14:01

wundert es noch jemanden...

von godzales

das wenn irgendwo was in unserem lande gebaut wird, es am ende heißt:
dauert länger als geplant oder wird teurer als kalkuliert?

Da ist es doch selbsterklärend das das Land und die Städte (Datteln) sich nie aus den roten zahlen bewegen werden.

Die frage die immer wieder aufkommt ist:
Wird irgendwann, irgendwer mal dafür zur Verantwortung gezogen?

Fazit:
Falsch geplant, falsch kalkuliert und dazu den anliegende Läden das Geschäft ruinieren, durch ausbleibender Kundschaft auf Grund der Baustellenorganisation.

chapeau!

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  • Erstellt:
    11. April 2019, 06:59 Uhr
    Aktualisiert:
    27. April 2019, 03:33 Uhr
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