Das VfL-Projekt: Nicht so schnell am Ziel

BOCHUM An diese Situation muss sich der VfL-Fan erst einmal gewöhnen: der Relegationsplatz unerreichbar weit weg, der Abstand zu den Abstiegsplätzen immerhin so komfortabel, dass es aktuell keinen Grund zur Besorgnis gibt. Was aber nichts anderes bedeutet, als dass sich der VfL Bochum festgefahren hat in einem Bereich der Tabelle, in dem das Mittelmaß zu Hause ist.

  • Vogt gegen Pauli

    Kevin Vogt (li.) gehört zu den jungen Fußballern im Kader, die sich weiterentwickeln und den VfL wieder zurück in die 1. Bundesliga führen sollen. Foto: Foto: dpa

Und daran wird sich nach augenblicklicher Einschätzung der Situation bis zum Saisonende nichts mehr ändern.

"Glaubt mit uns daran, dass wir hier etwas entwickeln können", hat Cheftrainer Andreas Bergmann vor dem Heimspiel gegen Hansa Rostock in einem Interview mit den Ruhr Nachrichten gesagt. Adressaten waren die Fans des Vereins, um deren Unterstützung Bergmann warb. Unterstützung für ein Projekt, das auf Nachhaltigkeit angelegt ist, aber aufgrund der schwierigen Rahmenbedigungen mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht den schnellen Erfolg präsentieren wird.

In den Anwärterkreis

"Unser Ziel bleibt die Rückkehr in die Bundesliga", betont Sportvorstand Jens Todt bei jeder sich bietenden Gelegenheit, doch auch Todt kann derzeit keine zuverlässige Prognose abgeben, wann die Bochumer dieses Ziel wieder erreichen werden. Die restlichen 13 Spiele der Saison 2011/12 dienen bereits dazu, den Weg zu ebnen für eine junge Mannschaft, die nach dem Willen des Trainers kompakt, entschlossen und mit einer notwendigen Grundaggressivität auftritt und sich damit wieder in den Anwärterkreis für den Aufstieg spielt.

Die größte Herausforderung

Dafür die bedingungslose Unterstützung der Anhänger zu finden, dürfte die größte Herausforderung sein, vor der die Bochumer in den nächsten Wochen und Monaten stehen. Denn bei allem Verständnis für perspektivisches Arbeiten, wollen die Fans ungerne auf sehenswerte und vor allen Dingen erfolgreiche Auftritte ihrer Mannschaft verzichten. Das wurde beim Gastspiel des VfL auf St. Pauli einmal mehr deutlich. Für das zuvor propagierte Vorhaben, erstmals in dieser Saison eine Top-5-Mannschaft schlagen zu wollen, boten die Bochumer am Millerntor letztendlich zu wenig an. Die Fans - immerhin 2500 waren mitgereist - nahmen es ihren Kickern übel.

Diese Tendenz wird anhalten, wenn es den Bochumern - auch unter Berücksichtigung begonnener Entwicklungsarbeit - nicht gelingt, erfreuliche Resultate zu präsentieren. Es fehlt mal wieder ein Ausrufezeichen. So wie es der 1. FC Union Berlin am vergangenen Spieltag im Ostderby gegen Dynamo Dresden gesetzt hat. Union Berlin ist am Samstag zu Gast im rewirpowerSTADION. Und der VfL Bochum ist am Zug.

 

 

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AUTOR
Uli Kienel
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    14. Februar 2012, 14:55 Uhr
    Aktualisiert:
    14. Februar 2012, 18:08 Uhr