Einer, der die Lücken nutzen kann, wenn der Gegner offen deckt: Dustin Dalian. Foto: Krimpmann
Selbst bei einer Niederlage im Heimspiel am Samstag gegen den TV Schwitten. „Den Freischuss wollen wir nicht schon jetzt verballern“, will Trainer Uwe Bekston die ungewohnt komformtable Situation aber nicht weiter kommentieren. Mit Recht.
Schon am Freitag nächster Woche kommt es in Dortmund zum absoluten Spitzenspiel gegen den OSC. Mit einer Niederlage anzureisen wäre da kaum eine gute Option.
Wobei die Frage erlaubt sein darf und muss: Wie verarbeiten es die Westerholter Spieler, dass vor dem Knallerspiel noch Schwitten seine Visitenkarte am Bahnhof abgeben wird? „Ich habe da überhaupt keine Bedenken“, sagt Uwe Bekston und bemüht seinen Kapitän Fabian Hentschel: „Der hat mir schon vor Wochen gesagt, dass das Spiel gegen Schwitten ein ganz kritisches sein kann.“
Noch allzu frisch ist die Erinnerung an den 20:19-Arbeitssieg im Hinspiel. Und selbst wenn diese bei dem einen oder anderen mittlerweile verblasst sein sollte, half das obligatorische Videostudium am gestrigen Abend ein wenig nach. „Wir hätten uns nicht beschweren können, wenn wir da einen Punkt gelassen hätten“, sagt der Westerholter Trainer im Rückblick. Umso erstaunlicher sei, dass zwischen dem SVW und Schwitten nun satte 15 Punkte Differenz in der Tabelle stehen. Ausnahmsweise hierauf hat Uwe Bekston keine schlüssige Antwort parat: „Keine Ahnung, warum die erst neun Punkte haben. Ich habe sie weit stärker in Erinnerung.“
Manndeckung? "Ich bitte darum"
Auch am Samstag wird der Trainer aus dem Vollen schöpfen können, trotz einiger typischer Wehwehchen zu diesem Zeitpunkt der Saison sind alle Spieler einsatzbereit.
Was die taktische Ausrichtung des Gegners betrifft, ist Uwe Bekston auf alles vorbereitet. Letzten Samstag in Recklinghausen spielte die PSV einige Zeit recht erfolgreich mit einem oder zwei vorgezogenen Spielern gegen Westerholt auf. „Da haben wir einen Moment gebraucht, um ins Spiel zu finden. Aber offen gesagt, groß beunruhigt hat mich das nicht“, sagt der Trainer.
Möglich, dass in Zukunft nun viele Gegner es mit dieser Variante versuchen werden. Uwe Bekston hat davor keine Angst, im Gegenteil: Er bittet sogar darum: „Das ist für uns nichts Neues, das üben wir regelmäßig im Training. Ich hoffe sogar ein bisschen darauf, dass das andere Mannschaften jetzt auch praktizieren werden. Umso schneller können wir uns daran gewöhnen.“ Auch der PSV hat die Manndeckung am Ende nicht genutzt. Uwe Bekston weiß auch, warum: „Wir haben viele flinke Leute, die die Lücken dann nutzen können.“
SV Westerholt - TV Schwitten; Sa., 19 Uhr – Halle Am Bahnhof, Kuhstraße


