1. Bundesliga: USC muss nach Wiesbaden

Von Henner Henning am 03. Februar 2012 18:52

MÜNSTER. Die Volleyball-Bundesliga geht in die heiße Phase. Acht Partien stehen für den USC Münster noch aus, der Spielplan führt die Unabhängigen derzeit wöchentlich von Topspiel zu Topspiel. Nach dem 2:3 gegen den Tabellendritten Schweriner SC geht es für den USC heute (19 Uhr) zum 1. VC Wiesbaden.

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Schwerins Berrit Kauffeldt (l.) und Denise Hanke erwiesen sich für Ines Bathen (r.) und den USC als zu hohe Hürde. Heute will Münster seine zweite Niederlage in Serie verhindern und beim 1. VC Wiesbaden zwei Punkte mitnehmen.

Die Hessen liegen derzeit in Lauerstellung auf dem sechsten Platz, vier Zähler hinter Münster. Im Rennen um eine möglichst gute Ausgangsposition für die Playoffs ist die Begegnung von großer Bedeutung. Gelingt dem USC ein Sieg, darf sich Wiesbaden erstmal nicht mehr als direkter Verfolger bezeichnen. Im umgekehrten Fall spürt der Gast den heißen Atem seines Jägers, der dem Duell mit den Westfalen entgegenfiebert. „Wir haben es in der Hand. Ein Sieg gegen Münster wäre Gold wert“, sagt VCW-Trainer Andreas Vollmer, dessen Mannschaft nach zuletzt drei Erfolgen in Serie – allerdings gegen Teams aus dem Tabellenkeller – mächtig Rückenwind verspürte.

Niederlage ohne Nachwirkungen

Den Gefallen, die Punkte in der Landeshauptstadt zu lassen, möchte Münsters Coach Axel Büring seinem Gegenüber aber nicht machen. Die Tiebreak-Niederlage am vergangenen Sonntag gegen Schwerin zeigte unter der Woche im Training keine Nachwirkungen. Das durch die bislang starken Saisonleistungen aufgebaute Selbstvertrauen hat höchstens feine Lackschäden abbekommen, dicke Kratzer dagegen waren nicht zu sehen. „Die Mädels haben im Training die professionelle Reaktion gezeigt, die ich erwarte. Ich bin optimistisch, dass wir gut spielen und unsere Leistung bringen“, sagt Büring, der sich aber der Schwere der Aufgabe bewusst ist. „Ob es dann für einen Sieg reicht, werden wir sehen.“

Klarer USC-Erfolg im Hinspiel

Denn obwohl der USC das Hinspiel auf den ersten Blick klar mit 3:0 gewann, stand die Partie Anfang Dezember arg auf der Kippe. Die ersten beiden Durchgänge entschied Münster erst in der Verlängerung für sich, musste in Abschnitt eins gar zwei Satzbälle abwehren. „Wiesbaden hat schon damals gezeigt, dass es richtig Qualität hat. Der Klub gehört wie wir zu den Teams, die sich hinter den drei Top-Mannschaften auf Augenhöhe einreihen“, erklärt Büring, der seine Schützlinge per Videoanalyse auf die Stärke des Gegners aufmerksam machte.
Und dazu gehört ganz sicher der VCW-Angriff. Dort glänzen seit Wochen Ksenija Ivanovic, die sich nach einer Eingewöhnungsphase zur Führungskraft entwickelt hat, und Regina Burchardt. „Die beiden sind die überragenden Angreiferinnen“, erklärt der 44-Jährige.

In Szene gesetzt wird das Duo entweder von der Slowakin Martina Viestova oder vom 19-jährigen Talent Lucia Kaiser, das vor der Saison auch auf dem USC-Wunschzettel stand. Wer beginnt, lässt Vollmer bis kurz vor dem ersten Ballwechsel offen. Büring: „Das sind zwei gute Zuspielerinnen, die gerne schnell spielen. Überhaupt ist Wiesbaden ein unaufgeregtes Team, das sich kaum Fehler erlaubt.“

Sport-Blog von Olaf Krimpmann

Olaf Krimpmann

Ballaballa? Muss man nicht sein, um über Sport zu philosophieren. Manchmal hilft’s allerdings schon. Sportredakteur Olaf Krimpmann (41) jedenfalls liebt den Sport. So sehr, dass er sich sogar freiwillig in die Hallen und auf die Plätze bewegt. Dass dort nicht nur der Ball rund ist, sei schon jetzt verraten. Mehr zum Thema Bälle – große wie kleine – und Sport in all seiner Pracht gibt’s jedenfalls hier.

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