Jens Truckenbrod war auch schon für Jena am Ball.
Dotchev baute auf zwei echte Spitzen mit Radovan Vujanovic und Königs. Rechts verteidigte diesmal Marco Riemer, der erst zum zweiten Mal in der Startelf stand, vor ihm gab Benjamin Siegert sein Comeback nach fast fünf Monaten. Stefan Kühne verteidigte wieder innen, und Jonathan Bourgault rückte auf die Sechs.
Starke Sechser
Eisbedeckter und gefrorener Rasen, minus acht Grad und viele Unebenheiten auf dem Boden – reguläre Bedingungen durfte niemand erwarten. Das zeigte gleich die erste Szene. SVB-Keeper Daniel Zacher hatte die Kugel schon sicher, sie versprang ihm aber. Vujanovic war frei im Sechzehner, aber bei spitzem Winkel zu überrascht (3.).
Ein echtes Fußballspiel schien kaum möglich. Dennoch bemühten sich gerade Bourgault und Jens Truckenbrod vor der Abwehr nicht ohne Erfolg um Struktur. Und nicht von ungefähr war es Truckenbrod, der das heftig umjubelte 1:0 erzielte. Aus 24 Metern verwertete der 31-Jährige eine Ablage von Königs, der sich rustikal behauptet hatte, mit einem herrlichen ersten Saisontor (20.).
Die Brandenburger versuchten durch einen etwas zu hohen Freistoß von Anton Makarenko zu antworten (23.), doch das Geschehen hatte der Gast im Griff. Das spiegelte sich wenig später noch deutlicher im Ergebis wieder. Diesmal ließ Vujanovic per Kopf für Königs tropfen, und der erst in dieser Woche verpflichtete Angreifer krönte seinen Sensationseinstand eiskalt mit dem 2:0 (30.).
Fast wäre sogar vor der Pause noch das dritte Tor gefallen. Nach einer Eckballserie stand zwei Mal Riemer am Fünfer frei, zudem zog Königs knapp am langen Pfosten vorbei. (34./35.). Eine so klar überlegene Preußen-Elf war jedenfalls lange nicht zu sehen. Und die Hausherren? Sie erspielten sich vor dem Wechsel nicht eine Chance und klärten in der Defensive die Kugel immer wieder zum Gegenspieler.
Kurze Drangphase
Babelsberg kam zumindest mit etwas mehr Offensivgeist aus der Kabine und sorgte über Markus Müller erstmals für Aufsehen. Der Top-Stürmer hatte Keeper Daniel Masuch, der sich verschätzte, aber ein Foul geschickt vermied, schon umkurvt, ließ sich aber zu weit abdrängen (53.).
Diese kurze Phase überstand der SCP problemlos, hatte stattdessen durch Vujanovic (60.) und Königs (64.) wieder eigene Möglichkeiten. Richtig brenzlig für den SVB wurde es, als Zacher einen Königs-Freistoß mit Mühe übers Tor lenkte (71.).
Auch Truckenbrod bot sich nach Hereingabe von Fabian Hergesell noch eine Gelegenheit (81.). Ein Blick aufs Chancenverhältnis genügt, um einzuschätzen, wie verdient diese drei Punkte. Wichtig im vielleicht demnächst finalisierten Rennen um den Klassenerhalt waren sie allemal.








