Andrey Yarmolenko: BVB verkündet Wechsel von Yarmolenko zu West Ham United

Dortmund Das Kapitel Andrey Yarmolenko beim BVB ist beendet. Der Ukrainer wechselt zu West Ham United. Einen Nachfolger muss die Borussia aber nicht verpflichten - denn der ist schon längst gefunden.

Als Yarmolenko am Samstag überraschend beim Laktattest fehlte, teilte Borussia Dortmund auf Anfrage mit, er sei vom Verein für einige Tage freigestellt worden. "Um Gespräche mit einem anderen Klub zu führen", wie es im offiziellen Wortlaut hieß.

 

Diese sind nun zum Abschluss gekommen. Yarmolenko verlässt den BVB in Richtung Premier League und geht künftig für West Ham United auf Torejagd. Der Transfer des Ukrainers, dessen Vertrag erst im Sommer 2021 ausgelaufen wäre, spült dem BVB nach Information dieser Redaktion umgerechnet 20 Millionen Euro in die Kassen. Das sind fünf Millionen weniger, als Dortmund vor einem Jahr an Dynamo Kiew zahlte.

 

Um Einsatzchancen gefürchtet

 

Nach einer Saison, die für Yarmolenko geprägt war von einer Leistungs-Delle nach starkem BVB-Start in der Hinrunde und Verletzungspech nach Weihnachten, tauchte der Ukrainer auf beinahe jeder "Streichliste" auf. Vor allem er selbst soll nach der Verpflichtung von Marius Wolf (23/Eintracht Frankfurt) auf eine Veränderung gedrängt haben, weil er um seine Einsatzchancen in der stark besetzten Offensive der Borussia gefürchtet habe.

 

Dass der BVB dem Wechsel-Ansinnen nach nur einer Saison nun zustimmt und das Kapitel Yarmolenko schließt, ist dennoch kein typisches Geschäftsgebaren der Borussia. Sie gibt ihren Transfers in der Regel auch immer eine gewisse Zeit.

 

Nicht Favres Spielstil

 

Aber: Yarmolenko hat zum einen die Erwartungen nicht durchgehend erfüllen und das beinahe dreijährige Werben der Borussia um seine Person nicht rechtfertigen können. Und: Sein Spielstil passt nicht unbedingt zu der Art und Weise, wie Lucien Favre bevorzugt spielen will. Einen Ersatz muss der BVB nicht verpflichten, er ist in Marius Wolf bereits an Bord. "Wir sind auf der Position nicht unterbesetzt", sagt auch Sportdirektor Michael Zorc.




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  • Erstellt:
    11. Juli 2018, 13:02 Uhr
    Aktualisiert:
    11. Juli 2018, 14:11 Uhr