"Ghostland" mit Wendungen: Das Gelächter wird im Keim erstickt

„Ghostland“ ist der neue Film von Pascal Laugier, der 2008 mit „Martyrs“ einen der härtesten Horrorfilme der letzten Jahre erschuf und unter Horror-Fans große Bekanntheit und Anerkennung erlangte. Seit diesem Monat ist der Film bei Amazon Prime (natürlich auch als DVD) verfügbar und eine ganz klare Empfehlung für alle ab 16, die auf knallharten Terror, unangenehme Bilder und Spannung stehen.

  • Ghostland

    Schon das Cover von "Ghostland" lässt Böses erahnen.

Zur Story: Als die gefeierte Autorin Beth eines Abends einen wirren Anruf von ihrer Schwester Vera erhält, beschließt sie, noch einmal in das Haus zurückzukehren, in dem es 16 Jahre zuvor zu einem brutalen Überfall auf die zwei Schwestern und deren Mutter kam. Im Haus angekommen, muss Beth feststellen, dass Vera noch immer sehr unter dem damaligen Vorfall leidet und sich in einem katastrophalen Zustand befindet, sowohl körperlich als auch mental. Während ihres Besuches mehren sich seltsame Vorfälle in dem alten Haus und Beth beginnt sich zu fragen, ob ihre Schwester die Einzige ist, die dem Wahnsinn verfallen ist…

Entgegen der Erwartung gestaltet sich der Film zu Anfang überraschend locker. Leichte Dialoge und sogar der eine oder andere Lacher lassen noch nicht erahnen, in welche Richtung sich „Ghostland“ später entwickeln wird. Innerhalb von Sekunden ändert sich die Stimmung des Filmes komplett und wird zu einem brutalen Home-Invasion-Horrorfilm, der das anfängliche Gelächter im Keim ersticken lässt. Laugiers Handschrift ist hier zum ersten Mal überdeutlich zu erkennen. Doch statt eines typischen 08/15-Horrorfilms erwartet den Zuschauer im Folgenden ein Mix aus skurrilen, brutalen und grausamen Szenen, die, ohne sich wirklich selber zu erklären, faszinierend und abstoßend zugleich sind.

Ab diesem Moment kann man sich auf eine wahnsinnig spannende Handlung voller Wendungen und Terror auf allen Ebenen einstellen. Eine dicke Empfehlung von mir!


AUTOR
Nico Großmann
ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    31. Januar 2019, 11:18 Uhr
    Aktualisiert:
    31. Januar 2019, 11:32 Uhr