Die besten Tipps, um auch im Alter mobil zu bleiben

Es sind die ganz alltäglichen Zeichen der Zeit, die die Mobilität im Alter einschränken. Die Sehkraft und auch das Hörvermögen schwinden. Das Reaktionsvermögen verlangsamt sich und so mancher hat Mühe morgens aufzustehen. Diejenigen, die dennoch die müden und vielleicht morgens etwas steifen Knochen in Bewegung setzen, sind auf dem besten Weg, auch im Alter mobil zu bleiben. Dennoch gibt es Tipps, die bedacht werden sollten, um sich seine Kräfte sinnvoll einzuteilen.

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  • Egal, ob die Einschränkung der Mobilität temporär begrenzt ist oder langfristig vorliegt - ein Treppenlift kann ein Stück der Mobilität zurückgeben und die Lebensqualität optimieren. Bildquelle: pixabay.com © stevepb (CC0 Public Domain)

  • Egal, ob die Einschränkung der Mobilität temporär begrenzt ist oder langfristig vorliegt - ein Treppenlift kann ein Stück der Mobilität zurückgeben und die Lebensqualität optimieren. Bildquelle: pixabay.com © ursula55 (CC0 Public Domain)

  • Egal, ob die Einschränkung der Mobilität temporär begrenzt ist oder langfristig vorliegt - ein Treppenlift kann ein Stück der Mobilität zurückgeben und die Lebensqualität optimieren. Bildquelle: pixabay.com © Kaboompics (CC0 Public Domain)

Tipp 1: Den Alltag zu erleichtern hilft dabei, mit den Kräften hauszuhalten

Zunächst einmal ist Umdenken angesagt, denn: Wer glaubt im Alter dasselbe Pensum schaffen zu müssen wie noch in jungen Jahren, der tut sich wahrlich keinen Gefallen, sondern übernimmt sich nur. Sich dieser Tatsache bewusst zu werden, ist bereits der erste Schritt zu einer Alltagserleichterung. Doch was kann helfen, den Alltag leichter zu gestalten?
 
  • Großeinkauf abgeben. Wer sich das Leben im Alter etwas angenehmer gestalten möchte, könnte sich beispielsweise dazu entscheiden, den Großeinkauf abzugeben. Das heißt, wenn Waschmittel, Getränke und Küchenrollen zum Einkauf anstehen, darf gut und gerne die Familie bemüht werden. Ist diese nicht verfügbar, helfen häufig ehrenamtliche Organisationen im Ort aus. So können die großen, unhandlichen Produkte abgegeben werden. Der Gang zum Markt oder in den „Unverpackt-Laden“, um frische Lebensmittel zu besorgen, sollte indes nicht abgegeben werden. Dieser treibt nämlich vor die Tür.

  • Putzen splitten oder abgeben. Wer in der glücklichen Lage ist, das leidige Thema Hausputz abgeben zu können, kann sich glücklich schätzen. Ist das finanziell nicht möglich, der sollte nicht mehr einen Tag zum Hausputz nutzen, sondern die Aufgaben besser auf mehrere Tage splitten. Wer an einem Tag saugt, am nächsten Tag wischt, am dritten Tag Staub wischt und am vierten Tag das Bad reinigt, der hat keinen Tag überfrachtet und schon seine Kräfte.
 
Tipp 2: Rechtzeitig auf Unterstützung der Mobilität achten
Sehr häufig ist die Beweglichkeit im Alter eingeschränkt. Das heißt auch: Das Treppensteigen fällt einem schwer, der Spaziergang ist kaum mehr ohne Stütze möglich. Wer sich hier rechtzeitig um eine Unterstützung bemüht, kann kräftezehrende Aktivitäten meiden und die eigene Power für die Gelegenheiten aufbewahren, in denen sie nötig ist. Zwei Beispiele seien hier vorgestellt:
 
  1. Rollstuhllifte. Es gibt explizite Rollstuhllifte, die dabei helfen, Menschen, die im Rollstuhl sitzen, Hindernisse wie etwa Treppen überwinden zu lassen. Rollstuhllifte können funktionieren wie Hebebühnen und den Rollstuhlfahrer auf eine andere Ebene heben. Diese Variante funktioniert immer dann besonders gut, wenn nur zwei oder drei Treppen zu überwinden sind. Sogenannte Plattformlifte können auch mehrere Treppen überwinden. Dabei fährt der Rollstuhlfahrer auf den Plattformlift und wird auf der Plattform über die Treppen schweben wie in einer kleinen Seilbahn. Wie diese Option in der Praxis aussehen kann, wird hier gezeigt. Nur weil der Rollstuhllift so bezeichnet wird, ist er übrigens nicht nur für Rollstuhlfahrer gedacht. Auch wer mit dem Rollator unterwegs ist, kann einen Rollstuhllift nutzen, um nicht den Rollator und sich selbst über die Treppen hieven zu müssen.
 
 
  1. Treppenlifte. Während Rollstuhllifte eher groß dimensioniert sind, gelten Treppenlifte als die Klassiker im Privathaushalt. Wichtig: Treppenlifte dürfen nicht erst dann installiert werden, wenn die Mobilität bereits massiv eingeschränkt ist, sondern sollten bereits im Vorfeld einziehen, um das beschwerliche Treppensteigen zu erleichtern. Wer sich auf dem Stuhl, der über die Treppe gleitet, eine kleine Ruhepause gönnt, kann im oberen Stockwerk wieder munter weiter werkeln.
 
Während Rollstuhl- und Treppenlifte stark auf die Mobilität in Gebäuden ausgerichtet sind, dient der Rollator dazu, die Mobilität im Freien zu optimieren. Ältere Menschen, die das Gefährt nicht als Last begreifen, freuen sich über den allseits bereiten Einkaufshelfer und den ganz persönlichen Sitz, den sie stets bei sich haben. Für wen der Rollator der Passende ist, ist mithilfe dieses Ratgebers leicht herauszufinden. Um sich auch mit diesem neuen Gefährt sicher anfreunden zu können, werden heute zunehmend häufiger Rollatorkurse angeboten. Dabei werden Tipps und Tricks zum Umgang mit dem Rollator vermittelt. Einen Einblick, was dabei zu tun ist, vermittelt dieser Bericht.
 
Tipp 3: Der Kampf gegen den Schweinehund

So ungemütlich und anstrengend es manchmal auch sein mag: Bewegung ist wichtig, um mobil zu bleiben. Das heißt, dass – wenn das Wetter es zulässt – durchaus täglich ein kleiner Spaziergang zum Tagesablauf gehören sollte. Und wenn das Wetter Gefahren birgt wie etwa bei Schnee- und Eisglätte, hilft es bereits eine extra Runde durch die Wohnung zu drehen und vielleicht einmal einen Küchenschrank von innen zu säubern. Wichtig ist auch hier: Kleine Mobilitätshäppchen erhalten die Beweglichkeit. Zu viel Aktion überfordert die ältere Generation bzw. deren Körper.
Neben der körperlichen Mobilität darf im Übrigen noch ein weiteres Detail nicht vergessen werden: Nicht nur der Körper sollte fit bleiben, sondern auch der Geist. Kreuzworträtsel, Quizshows, regelmäßiges Zeitungslesen und auch Gesellschaftsspiele helfen dabei, mental mobil zu bleiben. Auch hier gilt: Regelmäßige Aktivitäten einzuplanen ist sinnvoller, als einen Tag vollkommen zu überlasten.
 


ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    15. September 2016, 09:43 Uhr
    Aktualisiert:
    23. Februar 2018, 03:34 Uhr