Fahrbericht: Mazda 6: Von kantig zu elegant

Marl Wirkte der Mazda 6 in seinen Anfangsjahren etwas klobig, haben die Designer des japanischen Herstellers mit der neuesten Generation eine elegante Limousine geschaffen, die dem deutschen Auge gefallen dürfte.

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    mazda 6 zweite Generation (ab 2008). Foto Mazda Foto: SYSTEM

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    ... bis zum Facelift des Modells, das bis 2012 gebaut wurde. —Fotos: Mazda (3) Foto: Photographer: ingo barenschee

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    Das aktuelle Modell präsentiert sich nach dem Facelift auf dem deutschen Markt. Aus der kantigen Karosse ist eine elegante viertürige Limousine geworden. —Foto: Randolf Leyk

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    Mazda 6 der ersten Generation (2002 bis 2005). Foto Mazda Foto: SYSTEM

Elegant in der Front und am Heck, einen etwas breiteren Chromgrill in einem anderen Winkel – der neue Mazda 6 als Limousine weiß zu gefallen. Verständlich also, als mich ein Nachbar während der Testphase fragte, ob es sich bei dem roten Fahrzeug um einen BMW handeln würde. Und tatsächlich, seitlich betrachtet erinnert die japanische Limousine an den 6er aus Bayern. Dabei weiß das Modell nicht nur äußerlich zu gefallen. Auch im Innenraum wurde eine Menge neu gemacht. Überarbeitete Sitze und eine komplett neue, aufgeräumte Armaturentafel mit klaren Linien verleihen dem Japaner einen hochwertigen Charakter. Einziges Manko: Der Kontrollbildschirm hat keine Touchfunktion und könnte in der Auflösung etwas feiner sein. Der Platz ist hinten wie vorn üppig bemessen. Gleiches gilt für den Kofferraum, in dem etliche Kisten Wasser oder Taschen untergebracht werden können.

Flotte Motoren

Die Motoren sind flotter und sparsamer geworden. Beim Verbrauch waren wir überaus positiv überrascht – und das sogar mit der Spitzenmotorisierung von 194 PS. Außerdem ging (sehr lobenswert) der Schadstoffaustritt zurück. Beim Fahrverhalten zeigt sich der Motor in der Normalstellung im unteren Drehzahlbereich etwas behäbig, entfaltet aber spätestens im Sportmodus er seine ganze Kraft.

Mängel bei der Kamera

Das Head-Up-Display reagiert nicht immer so, wie es sein sollte: Die Kamera erkennt oftmals nur die Verkehrszeichen zur Geschwindigkeitsbegrenzung. Ist diese aber zum Beispiel durch Auffahrt auf die Autobahn oder dem Beginn einer Schnellstraße aufgehoben, zeigt die Mazda-Technik noch die alte Begrenzung. Das führt zu Verwirrungen bei Fragen nach der erlaubten Geschwindigkeit. Ansonsten setzt der japanische Hersteller mit dem 6er-Facelift seine positive Entwicklung weiter fort.
 
Mazda 6 Sky Active-G 194 E-Loop Sports-Line
Motor/Getriebe: Verbaut ist ein vorne quer sitzender 4-Takt-Ottomotor mit 2500 cm³ Hubraum und Start-Stopp-System, der 194 PS und eine Sky-Active-Drive-Sechsgangautomatik bietet. Maximales Drehmoment: 258 Nm bei 4000 Umdrehungen. CO2: 153 g/km, Abgasnorm: Euro 6d-Temp.

Leistung: Höchstgeschwindigkeit 223 km/h. Von 0 auf 100 km/h: 8,1 Sek. Angegebener Verbrauch: ca. 6,7 Liter Super (kombiniert). Wir haben während des Tests 7,6 Liter (angegeben 6,7 Liter) im Mix verbraucht. Auf der Landstraße sind wir sogar mit den angegebenen 5,4 Litern ausgekommen. In der Stadt waren es 8,8 Liter, lediglich an kalten Tagen wurde es mehr. Alle Werte können sich sehen lassen. Die Anhängelast beträgt bis zu 1800 Kilogramm.

Karosserie: Länge 4,87, Breite 1,84 (ohne Spiegelbreite), Höhe 1,45 Meter. Kofferrauminhalt 480 Liter. Leergewicht 1537 kg.

Preise: In der Grundausstattung gibt es den Mazda 6 ab 27.590 Euro. Unser Testfahrzeug kostet in der Sports-Line-Ausstattung 39.090 Euro, mit zusätzlichen Extras wie z. B. Leder und elektrisch verstellbare Vordersitze, Head-up-Display und Metallic-Lackierung 43.740.


ZUM ARTIKEL
  • Erstellt:
    12. Dezember 2018, 13:35 Uhr
    Aktualisiert:
    12. Dezember 2018, 13:44 Uhr