Das Landgericht Münster.
Für seinen mutmaßlichen Komplizen hat die Staatsanwaltschaft vor dem Landgericht Münster am Freitag sechseinhalb Jahre Haft beantragt. Auch er hat in Polen nach Diebstahlserien schon sechs Jahre im Gefängnis gesessen.
76.000 Euro Beute in Münster
„Man muss die Bevölkerung vor solchen Leuten schützen, die nur dadurch auffallen, dass sie durchgehend Straftaten begehen“, sagte Staatsanwalt Andreas Wigger in seinem Plädoyer.
Die größte Beute sollen die beiden Angeklagten am 3. November 2010 in Münster gemacht haben. Nach Erkenntnissen der Ermittler schnitten sie ein Loch in ein Spielcasino an der Siemensstraße, seilten sich ab, brachen den Geldwechselautomaten auf und verschwanden mit über 76 000 Euro Richtung Dortmund. Die Angeklagten haben sich im Prozess nicht zu den Vorwürfen geäußert. Allerdings gibt es DNA-Spuren an zurückgelassenen Werkzeugen, Schuhabdrücke auf Dächern und Handy-Ortungen. Das Urteil soll nächste Woche gesprochen werden.


