Ermittlungen: Rentner erschossen - Polizist handelte in Notwehr

BOCHUM Ein Bochumer Polizist, der im Dezember einen Rentner erschossen hat, wird deswegen nicht verurteilt werden. Die Staatsanwaltschaft sieht seine Reaktion als Notwehr. Zwei andere Beamte müssen sich jedoch wegen Körperverletzung mit Todesfolge verantworten.

Der Beamte habe aus Notwehr gehandelt, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Demnach hatte der 74-Jährige eine täuschend echt aussehende Pistolen-Attrappe gezogen und auf den Beamten gerichtet. Tatsächlich habe es sich um ein Feuerzeug gehandelt. Der Beamte habe davon ausgehen müssen, mit einer scharfen Waffe bedroht zu werden. Insofern sei sein Handeln gerechtfertigt, sagte der Staatsanwalt über den Abschluss des Ermittlungsfahrens. Der Polizist hatte drei Schüsse auf den Oberkörper des Mannes abgefeuert. Der Rentner starb noch auf dem Gehweg. 

Noch nicht abgeschlossen sind dagegen die Ermittlungen zu einem weiteren Fall tödlicher Polizeischüsse in Bochum: Kurz vor Ostern hatten zwei Polizeibeamte auf einem Friedhof auf einen mit Jagdgewehr bewaffneten Mann geschossen, der eine Jagderlaubnis hatte. Er starb später an seinen Verletzungen. Gegen die beiden eingesetzten Polizisten läuft ein Verfahren wegen Körperverletzung mit Todesfolge. 
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