Noch ist Zeit für den FC 96 nicht abgelaufen: Jürgen Siedelhofer kann durchpusten. Foto: Paternoga
Jürgen Siedelhofer, der Vorsitzende des FC 96, hatte die frohe Kunde bereits am Tag zuvor erhalten, er war von Richard Lorisch (Herten), dem vom Gericht beauftragten Gutachter, unterrichtet worden.Allerdings hatte ihm Lorisch schon im Vorfeld recht eindeutig signalisiert, dass die Angelegenheit wohl diesen Verlauf nehmen würde.
„Deshalb ist mir jetzt nicht unbedingt ein Stein vom Herzen gefallen, aber eine erste Hürde haben wir damit in der Tat genommen“, so Siedelhofer, auf den nach eigenen Angaben „in der nächsten Zeit viel Arbeit“ zukommt: „Ich muss schließlich eine Gläubigerliste erstellen, auf der Spieler und Trainer und auch einige Firmen sowie Behörden stehen werden.“
Aber auch die Gläubiger selbst sind nun zum Handeln aufgefordert: Bis zum 8. März müssen sie ihre Forderungen beim Insolvenzverwalter anmelden, zu dem erwartungsgemäß der Vereidigte Buchprüfer und Steuerberater Wolfgang Lorisch, der allerdings von seinem Sohn Richard vertreten wird, ernannt wurde. Danach wird Lorisch einen Bericht erstellen. Am 10. April wird es schließlich im Amtsgericht Bochum zu einer Gläubigerversammlung kommen.
Das ist der Termin, an dem Jürgen Siedelhofer und seine Vorstandskollegen sich selbst ein weiteres Mal die Daumen drücken müssen: Denn dann wird über den weiteren Fortgang des Verfahrens entschieden, was immer noch unangenehme Folgen für den FC 96 nach sich ziehen könnte. Schließlich ist auch zu diesem Zeitpunkt noch eine Einstellung mangels Masse möglich, was Jürgen Siedelhofer derzeit jedoch nicht glauben kann.








