„Kritischer Beitrag soll als konstruktiver Hinweis dienen“

17. Januar 2012 08:01

Auf die Stellungnahme von Josef Oeinck reagiert Klaus Mathwig (UBP) wie folgt:

Sehr geehrter Herr Oeinck, sehr geehrte Vertreter der Linken in Oer-Erkenschwick, es liegt nicht in meinem persönlichen Naturell und auch nicht auf dem Niveau der UBP, politisch Andersdenkende zu beleidigen oder ihnen obskure Dinge zu unterstellen. Daher halten wir uns an Fakten, ähnlich wie es Thilo Sarrazin im letzten Jahr dankenswerterweise getan hat. Es geht uns nicht darum, Muslime in unserer Stadt unter Generalverdacht zu stellen „frauenfeindlich“ zu sein oder „Parallelgesellschaften“ schaffen zu wollen, aber es ist wichtig und aus meiner Sicht auch notwendig, augenscheinliche Fehlentwicklungen anzusprechen.

Alle Punkte, die ich in meinem Leserbrief geschrieben habe, sind belegt. Im Übrigen auch, dass DITIB vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Die freie Meinungsäußerung muss in einer Demokratie möglich sein. Das sollten Sie und Ihre politischen Vorfahren aus der ehemaligen DDR doch wissen und auch schätzen. Es ist aber ein Fehler, dass Integrationsprobleme totgeschwiegen werden. Damit erreicht man genau das Gegenteil, nämlich den Nährboden für rechtsextreme Spinner! Ich verstehe meinen kritischen Beitrag in Richtung der DITIB-Jugendeinrichtung als konstruktiven Hinweis für die beteiligten Personen, mehr Angebote für junge Mädchen zu schaffen und auch offenherzig auf deutsche Jugendliche zuzugehen.

Der von Ihnen genannte Kurs für „Selbstverteidigung“ ist da ein schlechtes Beispiel. Die Bereiche Bildung und Freizeitgestaltung wären da aus unserer Sicht angebrachten. Wir sollten in Oer-Erkenschwick froh sein, dass es keine Extremisten gibt und einen gemeinsamen Weg einer vernünftigen Integration suchen. Als nichts anderes ist unser Beitrag zu verstehen.“

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