Durch Einsatz von Sozialarbeitern: Offener Ganztag wird nicht teurer

Von Claus Pawlinka am 04. Februar 2012 18:01

MARL. Sozialarbeit an Marler Grundschulen wird in Zukunft groß geschrieben.

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Der Offene Ganztag an Marler Grundschulen wird durch den Einsatz von Sozialarbeitern nicht teurer.

Sechs Kräfte werden am 1. März ihren Dienst an der August-Döhr-Schule, Bonifatiusschule, Goetheschule, Käthe-Kollwitz-Schule, Martin-Buber-Schule und Pestalozzischule antreten. Die Mittel stammen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket, das die Bundesregierung aufgelegt hat.
Aber auch an den anderen Marler Grundschulen sollen Sozialarbeiter zum Einsatz kommen. Die Finanzierung dieser zusätzlichen Kräfte soll über den offenen Ganztag abgewickelt werden, so die Dezernentin Dr. Barbara Duka. Die Eltern freuen sich über diese Nachricht, doch in die Freude mischt sich die Sorge, dass die Kosten für den Einsatz der Sozialarbeiter auf die Eltern umgelegt werden könnten, die dann erneut den Geldbeutel zücken müssten.
Der Befürchtung tritt Stadtsprecher Rainer Kohl gleich entgegen. „Die zusätzlichen Kräfte werden aus Mitteln finanziert, die die Landesregierung der Stadt für den offenen Ganztag zur Verfügung stellt“, so Kohl. Dieses Mehr an Geld stammt aus einem Topf, der für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf bestimmt ist.
Die Stadt hat entschieden, diese Mittel für die Sozialarbeit an Grundschulen auszugeben. Rainer Kohl erklärt das Procedere: „Wir kaufen bei der AWO als Träger des offenen Ganztags ein gewisses Stundenkontingent an Sozialarbeit ein.“
Für die Harkortschule – hier ist die Evangelische Stadtkirchengemeinde für den offenen Ganztag verantwortlich – werde man eine eigene Lösung finden. Klar ist aber, dass die Stadt auch hier die schulsoziale Betreuung sicher stellen will. Angepeilter Starttermin ist ebenfalls der 1. März
Die Verwaltung geht davon aus, dass mit den zusätzlichen Landesmitteln Halbtagsstellen für vier bis fünf Sozialarbeiter eingerichtet werden könnten. Die letzte Entscheidung läge natürlich aber bei den Anbietern selber, so Kohl abschließend. 

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