Querelen machen nicht neugierig auf eine Grünen-Mitgliedschaft

10. Januar 2012 14:05

Von: Elke Marita Stuckel-Lotz, Kreis- vorstand Bündnis 90 / Die Grünen — Betr.: Leserbriefe „Hertener Grünen-Vorstand ist auf keinen Fall mehr tragbar“ von Rainer Brack sowie „Bewerberin wird gemobbt, diskreditiert und beleidigt“ von Karl Kneip — Hertener Allgemeine vom 5. und 7. Januar

schäftsführenden Vorstand der Kreis-Grünen bin, möchte ich doch noch mal auf die beiden letzten Leserbriefe in Sachen Grüner Ortsverband antworten. Mit Sicherheit zu diesem Thema meine unwiderruflich letzte Stellungnahme. Denn dies ist alles das Problem des Ortsverbandes Herten (in das wir ständig reingezogen werden). Es ist nicht die Aufgabe des Kreisverbandes und nicht die Aufgabe des Kreisvorstandes, sich ständig um die Querelen in Herten zu kümmern. Wir haben immerhin zehn Städte im Kreis und woanders werden eventuelle Differenzen selbst gelöst. Die Ortsverbände arbeiten autonom und wir sind froh, wenn wir im Kreisvorstand andere Aufgaben erledigen können, als uns ständig irgendwo „einzumischen“. Ich betone, für meine Person bin ich strikt gegen die monatelange Warterei mit der Aufnahme von neuen Mitgliedern – und jedes Familienmitglied bedeutet auch nicht gleichzeitig eine „feindliche Übernahme“. Die sogenannten „Gesinnungsprüfungen“ – oder wie sie heißen mögen – sind nicht in meinem Sinne, d.h. ich weiß auch nicht, was dieses Taktieren bedeutet oder vielmehr, ich kann es mir denken. Trotz allem: Ich kann nur dem Ortsverband raten, froh über jedes neue Mitglied zu sein. Denn das, was ständig an die Öffentlichkeit gelangt, macht nicht gerade neugierig auf eine Grünen-Mitgliedschaft in Herten. Wenn man natürlich eine Partei vor Ort will, die sich in der Telefonzelle treffen kann, ist dies genau das richtige Rezept. Und ich möchte nochmal betonen: Dem Gelsenkirchener Karl Kneip ist es zu 99 Prozent zu verdanken, dass die Grünen in Herten nun da sind, wo sie sind und sich im Prinzip die meiste Zeit um ihre internen Angelegenheiten kümmern, die dann aber regelmäßig in die Presse kommen. Denn Karl Kneip hat zwei Jahre lang eine „feindliche Übernahme“ von den „Pro-Herten-Jüngern“ mit J. Jürgens zu verantworten. Und er arbeitet mit diesen „Totengräbern“ immer noch zusammen, und dies ist ungeheuerlich. Wie ein lästiger Mückenschwarm fielen diese Leute ab 2008 über den Ortsverband her, und wer noch halbwegs seinen Verstand hatte, rannte weg, so weit und so schnell die Füße trugen... Der neue Vorstand will es nun „besser“ machen, aber diese Taktik ist so nicht professionell und bringt nichts, wie man sieht. Hört alle auf damit und besinnt euch auf andere Aufgaben. Dem ehemaligen OV-Sprecher Karl Kneip möchte ich einfach nur raten, endlich ruhig zu sein (so ruhig, wie er immer auf Podiumsdiskussionen agierte, ruhig und still, sozusagen ohne Worte) und sich im Allgemeinen sinnvolleren Aufgaben hinzugeben. Das HFB gibt es ja nun nicht mehr. Vielleicht kann er ja nun in der FDP mitarbeiten, wie jetzt sein Pro-Herten-Kollege Joachim Jürgens.

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