„Teueres Prestige-Projekt mit Baumtoren und Schnickschnack“

23. Januar 2012 11:57

Von: Günther Höflich, Paschenberg — Betr.: Zentraler Omnibus-Bahnhof und Kreisverkehr in der Innenstadt

Busbahnhof für die Zukunft mit Kreisverkehr im Bereich der Kreuzung Kaiserstraße, Konrad-Adenauer-Straße und Theodor-Heuss-Straße! Bis zu 2 000 Autos sollen dann pro Stunde durch den Kreisel rollen. Bei diesem Verkehrsaufkommen sollen Fußgänger, ob Kinder, Senioren mit und ohne Gehhilfen, Mütter mit Kleinkindern und Kinderwagen über Zebrastreifen die Straßen zur unteren Straßenseite überqueren. Nicht alle trauen sich das zu. Das nehmen der Fachbereichsleiter Ralf Terpoorten und der Stadtrat billigend in Kauf. Für alle drei Straßen stellt die Stadt kulanterweise einen einzigen ampelgesicherten Übergang zur Verfügung. Circa achtzig Meter von der Kaiserstraße (Forum) entfernt muss der Fußgänger nun die Konrad-Adenauer-Straße in Richtung Blumenstraße gehen, um sicher über die Straße zu kommen. Diese Strecke und mehr muss er dann aber auch wieder zurücklaufen, wenn er z.B. zu Kodi oder Blumen Risse möchte. Für diesen großen Wurf eines Zentralen Busbahnhofes mit Baumtoren und sonstigem Schnickschnack soll mit Steuergeldern in der prämierten Wohlfühlstadt ein „Prestige-Projekt“ durchgezogen werden. Trotz 1,21 Millionen Euro Beteiligung der Stadt gehe ich jede Wette ein, dass von den zurückgewonnenen Altbaustoffen kein einziger Bordstein und nicht ein Quadratmeter Gehsteig für den Haltepunkt am Kommunalfriedhof abgezweigt wird. Ich gehe wahrscheinlich den Verantwortlichen der Stadt und der Vestischen gehörig auf den Sack. Aber ich gebe Ihnen mein Wort! Ich und bisher 18 Bürger und Nutzer dieses Haltepunktes werden weiter Unterschriften sammeln und den Finger in die Wunde legen.

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