"Blitzer" und "Knöllchen": Weiterhin weniger Einnahmen aus Bußgeldern

von Caroline Uschmann am 02. Februar 2012 20:32

HERTEN. Ausgefallene oder verspätete Radarwagen, Bauarbeiten und das Wetter - Erklärungen der Stadt, warum die Bußgelder nach falschem Parken oder zu schnellem Fahren auch im letzten Jahr weniger geworden sind. Damit verstärkt sich ein Trend der letzten Jahre.

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Ein Licht, das wohl kein Autofahrer gern sieht: der Blitzer

Die Zahlen der letzten Jahre machen den Abwärtstrend deutlich: 2008 nahm die Stadt noch 555 000 Euro aus Bußgeldern der Falschparker und „Rennfahrer“ ein, 2009 waren es noch 511 000 Euro. Im Folgejahr ging die Summe deutlich auf 422 883 Euro zurück, 2011 lag sie sogar noch tiefer – bei 400 824 Euro.
Zwar stiegen die Fallzahlen beim „ruhenden und fließenden Verkehr“ im letzten Jahr erstmals wieder leicht an, auf die Einnahmen wirkte sich das jedoch offenbar nicht aus.

In den vergangenen beiden Jahren sah die Haushaltsplanung jeweils 510 000 Euro auf der Einnahmenseite vor. Bernhard Bösing, Leiter des Ordnungsamtes, begründet die deutlichen Abweichungen zunächst mit „überdurchschnittlich vielen Straßenbauarbeiten“ in 2010 und 2011. Etliche Messstellen zur Feststellung von Geschwindigkeitsüberschreitungen hätten nicht bedient werden können.

Zusätzlich fiel im Herbst 2010 eins der beiden Messfahrzeuge, die u.a. in Herten ihre Kameras auf die Autos richten, aus. Das Ersatzfahrzeug ist seit Mai 2011 im Einsatz. Bösing weist auf den „sehr eingeschränkten Messbetrieb“ im ersten Quartal 2011 hin, Folge des harten Winters.

Ein weiterer Grund für die ausbleibenden Gelder sei, dass das geplante dritte Messfahrzeug weiter auf sich warten lasse.  Aktuell betreiben Herten, Marl und Recklinghausen  zusammen nur zwei Radarwagen. Nach Plan soll in diesem Frühling ein dritter Wagen angeschafft werden. Laut Bösing war der Einsatz bereits für Ende 2011 geplant.

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