Der Grüne Theo Beckmann (li.) trägt die Protest-Torte, Kraftwerksgegner Rainer Köster von der IG Meistersiedlung (2. v. re.) spricht NRW-Umweltminister Johannes Remmel (re.) an.
Eine Aussage des Ministers, dessen Landespartei vor der Wahl kritisch und nach der Wahl moderat zum E.ON-Kraftwerk steht, gab es dazu freilich nicht. Er bat um Verständnis dafür, sich zu einem „schwebenden Verfahren“ nicht äußern zu können. Eine im Auftrag der Bürgerinitiativen gefertigte Torte mit der Verzierung „Datteln IV – eine schwer verdauliche Zukunft – Torte ist besser“ nahm Remmel gerne entgegen. „Einen süßen Zahn hab‘ ich“, sagte er. Mehr aber auch nicht.
Für Samstag, 17. März, rufen Kraftwerksgegner und Umweltschützer unter dem Titel „Heimleuchten“ zu einer größeren Protestaktion als der symbolischen Torten-Übergabe auf. Ab 18 Uhr soll eine Menschenkette am Dortmund-Ems-Kanal in Datteln gebildet werden.
Für Aufregung hatte im Vorfeld des Minister-Besuchs ein Anruf des Landeskriminalamts bei den Grünen gesorgt. Es wurde der Hinweis gegeben, dass es eine Bombendrohung gegen Remmel gebe. Die Polizei in Recklinghausen stellte klar: Bei Auftritten des Umweltministers werde vorsichtshalber nach möglicherweise deponiertem Sprengstoff gesucht. Tierschützer hätten entsprechende Drohungen ausgesprochen. Ein Sprengstoff-Hund aus Düsseldorf kam zum Einsatz. Das Bürgerhaus durfte deshalb vor 18 Uhr nicht betreten werden. Andreas Kemna von den Grünen sagte: „Von solchen angeblichen Tierschützern lassen wir uns unsere Veranstaltung nicht diktieren.“








